Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus 1. Johannes 4, 16:
"Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm."
Durch die Predigt des Apostels, zog sich Gottes Liebes als roter Faden. Er beleuchtete die verschiedenen Facetten der Liebe Gottes, wie wir sie spüren können und erleben.
Er berichtete davon, wie der Stammapostel einmal auf die Frage der Kinder: „Wie kann man die Liebe Gottes beschreiben“, in fünf Bildern antwortete.
Sonne, Lagerfeuer, Weg, Uhr und Stopp-Schild.
Weiter führte er aus, was es mit den Punkten auf sich hat.
1. Die Sonne geht auf über Gerechte und Ungerechte (Mt.5,45). Gott macht keine Unterschiede. Er liebt jeden Menschen gleich. Uns fällt es schwer, das zu verstehen, weil wir mit dem einen Mitmenschen besser auskommen als mit einem anderen (der uns z.B. das Laub über den Zaun wirft).
2. Im Frühling ist es tagsüber schon recht warm, die Vögel zwitschern, aber abends muss man sich draußen ein Lagerfeuer anzünden, an dem man sich wärmen kann. Wenn sich Gott einem Menschen zuwendet, spürt er die Wärme der Liebe Gottes.
3. Auf dem Weg zu Gott gibt es keine Hindernisse, Schranken oder Einschränkungen. In Mt.19,14 wird berichtet, dass Jesus Christus die Kinder nicht außen vorließ, sondern sie in die Mitte rief und segnete. Damit zeigte er: Jeder darf zu Gott kommen.
4. Die Uhr steht als Bild für den Gedanken "Zeit für jemanden haben". Gott hat immer Zeit für dich! Selbst in einer intakten Familie werden Vater oder Mutter mal ihrem Kind, das fragt: "Hast du kurz Zeit für mich?" antworten: "Jetzt passt das gerade nicht. Lass uns nachher miteinander sprechen." Gott hat noch nie gesagt: "Tut mir Leid, ich kann mich gerade nicht um dich kümmern." Manchmal meinen wir vielleicht, dass Gott nicht da ist, wenn wir ihn brauchen. Das mag schon sein. Aber dann sollten wir überprüfen, ob etwas an unserer Verbindung zu Gott gestört ist - denn: Gott hat Zeit!
5. Passen Liebe und Stopp-Schild zusammen? Manchmal sagt Gott auch "nein" zu gewissen Dingen und erfüllt unsere Wünsche nicht, die wir ihm im Gebet vortragen. Auch Eltern erfüllen ihrem Kind nicht jeden Wunsch, wenn sie merken, dass das Kind auf einem falschen Weg ist. Sie wollen doch das Kind bewahren. Dann heißt es: "Mach das mal nicht." Oder: "Lass da mal die Finger davon".
Dies Impulse, zur Erklärung der Liebe Gottes waren auch für die anwesenden Kinder sehr einprägsam.
Nach der Predigt, der Co-Predigt von Priester Rüdiger Ratz und der Feier des Heiligen Abendmahls, ordinierte Apostel Ralf Viscarismann Schwester Cordula Möser zur Diakonin für die Gemeinde Neustadt. Auch diese Amtsgabe ist ein Zeichen der Liebe Gottes, welches in der Gemeinde sichtbar geworden ist und für das wir sehr dankbar sein dürfen.
Neuapostolische Kirche